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Miswak - die natürliche Zahnbürste

 

Plastikzahnbürsten gehören zu den ganz großen Produzenten von Plastikmüll. Schließlich müssen Zahnbürsten schon aus hygienischen Gründen alle 3 Monate ausgetauscht werden. Deshalb lohnt es sich hier besonders auf nachhaltige und möglichst biologisch abbaubare Alternativen zu setzen. Wie wäre es zum Beispiel mit unserem Miswak Zahnputzholz.

Denn Miswak ist die natürlichste Zahnbürste der Welt! Bei dem Miswak (oder Siwak) handelt es sich um die Äste des Peelu (Salvadora Persica), der auf Grund seiner positiven Eigenschaften auch Zahnbürstenbaum genannt wird. In vielen muslimischen Ländern wird das Zahnputzholz bereits seit über 5.000 Jahren verwendet und ist bis heute zur täglichen Pflege der Zähne sehr verbreitet.

Zahnbürste und Zahnpasta in einem

Der natürliche Miswakzweig entfernt sehr gründlich Essensreste auch aus schwer erreichbaren Zahnzwischenräumen und das ganz ohne Zahnbürste, Zahnpasta oder Wasser. Wenn du das Zahnputzholz anstelle einer herkömmlichen Zahnbürste verwendest, hat dies den Vorteil, dass du keine zusätzliche Zahnpasta benötigst. Denn Miswak enthält von Natur aus 19 verschiedene Stoffe, die die Mundhygiene und Gesundheit verbessern und fördern. In dem Miswak-Holz befinden sich viele natürliche Fluoride. Diese sind auch in Zahnpasta enthalten und haben einen positiven Einfluss auf die Zähne und auch die Knochen. Da die Fluoride mit der Zeit etwas verloren gehen, solltest du das Holz regelmäßig abschneiden. Zudem sind Tannine enthalten, die die Mundschleimhaut beruhigen, Entzündungen vorbeugen und die Heilung diverser kleiner Verletzungen im Mundbereich beschleunigen. Weitere nützliche Inhaltsstoffe sind: Silicium, Saponine, Vitamin C, Flavonoide, Calciumsulfat und Chloride. Natürliche Antiseptika und Gerbsäuren beugen zudem Karies und Mundkrankheiten vor und stärken Zähne und Zahnfleisch.

Für eine effektive Reinigung sorgen kleine Gipskristalle. Dadurch, dass alle erwähnten Stoffe komplett natürlich sind, können sie vom menschlichen Körper sehr gut aufgenommen und verarbeitet werden. Des Weiteren hat der Miswak auch eine blutstillende Wirkung und Bakterien werden abgetötet. Die Zähne werden beim Putzen mit einem speziellen Film überzogen, der sie vor diversen äußeren Einflüssen schützt.

Wie wird der Miswak benutzt?

Da nun die Vorteile des etwas anderen Zahnputzholzes bekannt sind, geht es darum, es richtig einzusetzen. Vor der ersten Nutzung sollte es vorbereitet werden. Zunächst wird an einem Ende des Holzes die Rinde (ein bis zwei Zentimeter) entfernt. Hierfür sollte ein scharfes Messer verwendet werden. Nun wird der geschälte Bereich mit ein wenig Wasser oder Speichel eingeweicht. Mit den Schneidezähnen wird nun durch Drehen des Holzes ein kleiner Borstenkopf erzeugt. Ist dies erledigt, kannst du mit der Zahnpflege beginnen. Hierzu streiche leicht mit dem Miswak über die Zähne und die Zahnzwischenräume.

Nach dem Zähneputzen solltest du die faserigen Borsten unter fließendem Wasser ausspülen und das Holz an der Luft trocknen lassen. Wenn du den Miswak das nächste Mal verwenden möchtest, solltest du ihn erneut mit Wasser oder Speichel anfeuchten. Nach ungefähr zwei bis drei Tagen werden die borstigen Fasern abgeschnitten und erneut etwas Rinde abgetrennt.

Normalerweise werden die Miswakzweige in Plastik verschweißt angeboten. Der Grund dafür ist, dass sie nicht austrocknen und weiter frisch bleiben. ABER! Das Trocknen der Miswak schadet weder der Haltbarkeit noch der Wirkung der Miswak. Man kann die Miswak getrocknet verwenden oder legt sie für ein paar Stunden ins Wasser und verwendet sie dann. Es gibt also keinen Grund, dass Miswak immer in Plastik eingeschweißt werden und wir haben uns dazu entschieden sie getrocknet anzubieten, um Plastik zu vermeiden. Dadurch ist es ein echtes Zero Waste Produkt, dass nach Gebrauchsende einfach kompostiert oder in der Biotonne entsorgt werden kann.

Fazit

Am Anfang ist der Geschmack des Miswaks etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings keineswegs unangenehm, sondern eher intensiv. Auch das Putzen selbst gestaltet sich etwas anders als mit einer herkömmlichen Zahnbürste. Denn die Borsten befinden sich vorne, sodass der Miswak nicht seitlich gehalten wird. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kann die Technik allerdings schnell erlernt werden. Vorteilhaft ist, dass das Holz weitaus besser gebogen werden kann als eine Zahnbürste.


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